10 Fragen: Bram Wallach

1. Wie hat alles bei Sofico begonnen? 

Nun, das war ein völliger Zufall! 

Nach dem Platzen der Dot-Com-Blase war meine Arbeit als Softwareberater im Private Banking, Wertpapierhandel und Portfoliomanagement deutlich weniger spannend. Der Schwung und die Budgets für Online-Self-Service, Digitalisierung und Straight-Through-Processing waren (vorübergehend) weg. Ich hatte mehrere Jahre in Luxemburg gearbeitet, aber irgendwann beschloss ich, zurück nach Belgien zu ziehen. 

Das bedeutete auch, einen neuen Job zu suchen. Mit einem Abschluss in Finanzwesen und einem großen Interesse an allem, was mit Autos zu tun hat, war die beste Idee, für eine Autoleasingfirma zu arbeiten. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt scheinbar keine offene Stelle für mich bei den belgischen Leasingunternehmen, an die ich mich wandte. Unter ihnen waren übrigens auch einige aktuelle Sofico-Kunden. 

Als ich auf der Website eines dieser Leasinganbieter stöberte, stolperte ich über Sofico, das als Software-Anbieter (von Leasebase) erwähnt wurde. Da ich bereits in der Softwarebranche arbeitete, dachte ich mir, dass ich genauso gut alles kombinieren könnte: Autos, Finanzen und Software. Die ersten ‚Business‘-Leute, die mich bei Sofico interviewten (Jorn, Pierre, Willy), haben mich begeistert, und so kam ich 2003 – in den Anfangstagen von Miles – zu Sofico. 

Mir gefällt der Kontext eines Softwareunternehmens und langfristiger Kundenbeziehungen sehr gut, weil er uns (alle) in eine Position als „vertrauenswürdiger Berater“ versetzt.

Bram Wallach

2. Wie sieht ein Tag bei Sofico für Sie aus? 

Normalerweise ziemlich fragmentiert. Fragen und Antworten in Bezug auf neue Entwicklungen oder Defekte kommen meist außerplanmäßig auf mich zu. Und manchmal vergesse ich darüber auch die Zeit ... 

Obwohl ich eine abwechslungsreiche Arbeit mag, muss ich zugeben, dass manche Tage sehr anstrengend sein können. Jedes Jahr sage ich mir aufs Neue, dass ich mehr Zeit für die Dinge einplane, die wirklich erledigt werden müssen. 

Wie für die meisten Menschen sind die guten Tage bei der Arbeit wohl die, an denen es einen klaren oder greifbaren Fortschritt gibt: eine interessante neue Funktion, ein gelöstes Problem, Verkaufsaktivitäten, die zu einem neuen Projekt führen und Vieles mehr. 

Noch besser sind vielleicht die Tage, an denen man Zeit hat, über „The Day After Tomorrow“ (vgl. Buch von Peter Hinssen) nachzudenken: Wohin entwickelt sich der Markt, was bedeutet das für unsere Kunden und für unseren Produkt-Markt-Fit? 


Bram Wallach (Abbildung links) 

3. Inwiefern unterscheidet sich Sofico von Ihrem früheren Job (bzw. Ihren früheren Jobs)? 

Als ich bei Sofico anfing, war mein Job als Softwareberater erstaunlich ähnlich zu dem, was ich vorher gemacht hatte – abgesehen von einer anderen Branche und einem anderen Thema natürlich. 

Später habe ich mich allmählich von Projekten zu Produkten weiterentwickelt, aber ich fühle mich immer noch als Berater, da unser Produkt den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen sollte. 

Mir gefällt der Kontext eines Softwareunternehmens und langfristiger Kundenbeziehungen sehr gut, weil er uns (alle) in eine Position als „vertrauenswürdiger Berater“ versetzt. Das finde ich viel interessanter und befriedigender, als in verschiedenen Branchen von einem Projekt zum nächsten zu springen. Aber ich betrachte das von einem funktionalen Standpunkt. Ich könnte mir vorstellen, dass technisch orientierte Menschen das anders sehen. 

Ich bin ziemlich schwer zufriedenzustellen... aber jede Bemühung, eine gemeinsame Produktmentalität zu fördern, schätzte ich sehr!

Bram Wallach

4. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?  

Nichts Besonderes. Familienausflüge, Gartenarbeit, solche Dinge. Außerdem verbringe ich viel Zeit im Internet und auf Twitter, wo ich viel über eine breite Palette von Themen aus den Bereichen Automobil, Technologie, Software, Finanzen, Wirtschaft oder Politik lese und diskutiere. 

Die Sommerferien verbringen wir normalerweise in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, aber wenn die Temperaturen weiter steigen, sehen wir uns vielleicht nach anderen Orten um, zum Beispiel Süddeutschland oder Österreich. 

Die Konfrontation mit anderen Ideen und Denkweisen hilft, besser zu werden – sowohl als Unternehmen als auch individuell.

Bram Wallach

5. Was können wir Ihnen bieten, was Ihnen gefällt?   

Ich bin ziemlich schwer zufriedenzustellen... aber jede Bemühung, eine gemeinsame Produktmentalität zu fördern, schätzte ich sehr! Wir können unser Geschäft nur dann weiterentwickeln, wenn wir die Bedürfnisse der Vielen über die Bedürfnisse der Wenigen (oder des Einen) stellen. 

Jeder Unternehmenskunde will etwas, und mir ist klar, dass kein Produkt jemals perfekt passt. Unser Schwerpunkt sollte jedoch sein, unsere Software als solide Produktbasis zu entwerfen und zu entwickeln, auf der wir die ‚letzte Meile‘ im Hinblick auf unterschiedliche Markt- oder Kundenbedürfnisse leicht optimieren können. 

6. Was mögen Sie besonders an Ihrem Team? 

Ehrlich gesagt, fühle ich mich als Mitglied mehrerer Teams. Produkt- oder Lösungsvertreter sollten mit verschiedenen Arten von Stakeholdern arbeiten, auf andere zugehen und für andere verfügbar sein, anstatt ständig im selben Team zu sitzen. Mir gefällt der Gedanke eines vielfältigen Teams. Die Konfrontation mit anderen Ideen und Denkweisen hilft, besser zu werden – sowohl als Unternehmen als auch individuell. 

7. Meine größten Stärken sind ...

Sobald ich mich selbst überzeugt habe, bin ich ziemlich gut (oder zumindest hartnäckig) darin, andere Leute zu überzeugen. 

Jetzt, wo wir mit Microservices einen Cloud-nativen Ansatz verfolgen, gibt es für mich wieder eine Menge zu lernen!

Bram Wallach

8. Wenn ich in der Lage wäre, eine Sache bei Sofico zu ändern, dann wäre es ...  

Nach so vielen Jahren bei Sofico wäre es überraschend, wenn ich grundsätzliche Probleme hätte. Ich schätze die Anstrengungen, eine ziemlich einzigartige Unternehmenskultur aufzubauen und zu pflegen, die Platz für innerbetrieblichen Unternehmergeist lässt. Meine größte Sorge ist vielleicht der interne Wissensaustausch. Unser branchenspezifisches Fachwissen ist geschäftskritisch. Trotz zunehmender Bemühungen müssen wir den Austausch zwischen Projektteams und Niederlassungen noch einfacher und effizienter gestalten. 

9. Was habe ich bisher gelernt?  

Als ich zu Sofico kam, waren die Besonderheiten von Autofinanzierung und Fahrzeugleasing Neuland für mich. Im Laufe der Jahre habe ich Einiges darüber aufgeschnappt. Andererseits: Je mehr ich weiß desto mehr erkenne ich, was ich nicht weiß. 

Auf technischem Gebiet liegen die Dinge schwieriger für mich. Ab ich habe vom ersten Tag an in einem Softwareunternehmen gearbeitet und versucht, zumindest die Softwareentwicklung und die Technologien dahinter zu verstehen. Jetzt, wo wir mit Microservices einen Cloud-nativen Ansatz verfolgen, gibt es für mich wieder eine Menge zu lernen! 

10. Mit welchen Kollegen möchten Sie demnächst etwas trinken gehen? Und warum?  (Diese Frage dient nebenbei auch als Nominierung für die nächsten 10 Fragen) 

Nach einem Jahr mit Covid-19-bedingten Lockdowns und Einschränkungen will ich hier nicht pingelig sein ... Ich freue mich auf das Grillen im Sommer, wo wir alle miteinander anstoßen können! 

Abgesehen davon könnte es interessant sein, einen vielen anderen langjährigen Sofico-Kollegen zu fragen, wie er tickt. 

Schlagworte


Share this story  —   Facebook     Twitter     LinkedIn     Xing

Verfolgen Sie im Detail mit, was bei Sofico so alles passiert