Piet de Man, der Comic-Superman

F1: Können Sie sich kurz vorstellen?​​​​​​​

„Mit einer Unterbrechung arbeite ich seit sechzehneinhalb Jahren als Business Consultant bei Sofico. In den ersten Jahren war ich an einer unserer ersten großen Miles-Implementierungen beteiligt. Nach beinahe drei Jahren machte ich den unverzeihlichen Fehler, zu einem Wettbewerber zu wechseln. Dieses Unternehmen wurde jedoch nach fünf Jahren liquidiert. Zu meiner großen Freude konnte ich ins Sofico-Nest zurückkehren. 

Bis heute arbeite ich mit großem Vergnügen in unserer niederländischen Niederlassung. Ich habe mehrere Aufgaben. Vor allem unterstütze ich Kollegen (Learning Coach) und erbringe Dienstleistungen als Service Desk, Facility, Security (Local Information Security Officer) sowie als Botschafter für den PDP (Personal Development Plan/persönlicher Entwicklungsplan).“ 

Für mich ist Belgien die Wiege (und der Siebte Himmel) der Comics.

Piet de Man

F2: Sie sammeln Comics. Wie lange machen Sie das schon? ​​​​​​​

„So richtig angefangen habe ich erst mit 18 Jahren. Die ersten Serien stammten aus dem Willy-Vandersteen-Universum, zum Beispiel Suske und Wiske, Robert und Bertrand sowie natürlich Der Rote Ritter. Später begann ich mit dem Sammeln von Michel Vaillant, Rik Master, Gaston, Der rote Korsar, und auch The Blind Knight.“ 

F3: Warum Comics? Warum gefallen sie Ihnen so gut?

„Ich komme aus einer großen Familie. Als ich in den 1960er-Jahren aufwuchs, wurden zwischen 1950 und 1965 mehrere Comic-Magazine veröffentlicht. Comics wie Taptoe (1953), Pep (1962), Donald Duck (1952) und Eppo (1975). Später – in den 70er- und 80er-Jahren – gingen die Auflagen von Comic-Zeitschriften zurück. Damals konnte man ein Abo über die Schule abschließen. 

Über diese Comic-Magazine lernte ich erstmals zahlreiche Comic-Helden kennen. Es war auch ein Abenteuer, die Zeitschrift in die Hände zu bekommen, sobald sie im Briefkasten landete. Der Wettbewerb zwischen uns sechs Brüdern war mörderisch (lacht). Ich selbst hatte einen strategischeren Ansatz: Ich schloss mich auf der Toilette ein und las das Magazin, wenn gerade Geschirrspülen angesagt war.“ 

In Teambesprechungen fragen mich Kollegen oftmals, was im Bücherregal hinter mir steht.

Piet de Man

F4: Wie groß ist Ihre Sammlung heute? ​​​​​​​

„In Teambesprechungen fragen mich Kollegen oftmals, was im Bücherregal hinter mir steht (lacht). Nach Rückfrage habe ich begonnen, sie zu zählen und kam auf 60 Comic-Serien mit insgesamt 1200 Alben! 

Dabei nicht mitgezählt ist meine letzte Errungenschaft: die Teile 1, 2 und 3 der Comic-Serie Bakelandt – eine Gesamtausgabe, bei der jeder Teil aus fünf Comics besteht, die in einem Sammelband veröffentlicht wurden.“ 

F5: Das ist eine beeindruckende Sammlung. Unterstützt Sie Ihre Frau oder sammelt sie auch? ​​​​​​​

Ich habe meine Frau Monique 1978 kennengelernt. Damals war sie bereits stolze Sammlerin von Suske und Wiske sowie Asterix und Obelix. Sie hatte auch mehrere Comics von Familie Feuerstein, die 1964–1965 im A5-Format herauskamen. 

Im Laufe der Jahre stoße ich immer wieder auf neue Serien. Dank der vielen Comic-Websites entdecke ich oftmals neue Ausgaben. Während meiner Zeit in der belgischen Sofico-Niederlassung in Zwijnaarde, ging ich oft in den Carrefour-Hypermarkt in Gent, wo die Nonfood-Abteilung einige Regalmeter voller Comics hat. Dort verbrachte ich viele Stunden bis zum Ladenschluss damit, meine Comic-Sammlung zu vervollständigen.

F6: Also eine magische Beziehung? ​​​​​​​

„Was mir an Comics gefällt ist, dass wir sie auf zweierlei Weise lesen können. Die eine hat weniger mit Lesen zu tun, sondern ist mehr ein Überfliegen der Bilder, ohne den ganzen Text zu lesen. Bei der zweiten nimmt man sich mehr Zeit, und liest sie Wort für Wort.“ 

Außerdem ist es ein Gesamterlebnis aus den erzählten Geschichten, dem Lesen einer ganzen Serie, den schönen Zeichnungen und dem Humor. Manchmal schnappe ich mir einen Stapel Comics einer bestimmten Serie, die ich schon lange habe, kuschele mich auf die Couch und beginne zu lesen.“ 

F7: Was steht noch auf Ihrer Wunschliste? Gibt es noch einen „Heiligen Gral“ den Sie suchen? ​​​​​​​

„Vor allem jetzt zu Covid-Zeiten bestelle ich einmal im Monat Comics online. Für mich ist Belgien die Wiege (und der Siebte Himmel) der Comics. Bis heute verfolge ich auch, wann die aktuellste Ausgabe einer meiner Serien herauskommt. Zum Beispiel erscheint im nächsten Oktober das neue Album (Nr. 39) von Asterix und Obelix. Darauf bin ich wahnsinnig gespannt.“ 

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